Mit der Euphorie des klaren Auftaktsiegs gegen die Bad Boys im Gepäck ging es am Montag, dem 1.6. zum ersten Auswärtsspiel dieser Saison gegen das Team VNG ins Waldstraßenviertel. Zwar ist das Team VNG mit dem Aufstieg aus der B6 das nominell gesehen niedrigstdotierte Team der A3 – aber durch ihre Pokalfinalteilnahme in der letzten Saison als einzige „B-Mannschaft“ und das dort nur knapp verlorene Auftaktmatch gegen Walfrieden haben sie sich einiges an Respekt erarbeitet.
Die Reisegruppe Eutritzsch ist an besagtem Montag mit „voller Kapelle“ und bereits vor dem Eintreffen der Heimmannschaft im Leipziger Nordwesten aufgeschlagen. Will heißen, dass wir an jenem Tag mit ganzen 12(!) Spielern angetreten sind.
Es versprach ein gemütlicher und durchaus auch später Volleyball-Abend zu werden – erst 20 Uhr haben wir begonnen uns einzuspielen (was in Anbetracht der architektonischen Rahmenbedingungen schon eine kleine Herausforderung darstellte). Die Enge der heiligen Hallen des VNG hat der von Beginn an freundlichen Atmosphäre aber nichts anhaben können. Ganz im Gegenteil : Es schien so, als fühlten sich alle beim gemütlichen Einspielen so wohl, dass keiner wirklich mit dem Spielen beginnen wollte (den Luxus von Hallenzeiten „OpenEnd“ kann halt auch nicht jeder Verein bieten).
Aber irgendwann ging es dann doch los und wir sind auch direkt gut in den ersten Satz gestartet. Bei 10:3 aus unserer Sicht hat der Gegner die erste Auszeit anberaumt. Für uns lief alles nach Plan und wir haben auch trotz des guten Vorsprungs um jeden Ball gekämpft! Nur wenige Punkte nach der ersten Auszeit hat uns der Gegner mit seiner zweiten Auszeit erneut eine Zwangspause verordnet – ein taktischer Schachzug, der in diesem Satz aber nicht von Erfolg gekrönt war: Wir Eutritzscher konnten uns souverän mit 25:13 durchsetzen (im Übrigen genau der Mittelwert aus den beiden Sätzen des letzten Zusammentreffens im Pokalfinale).
Der zweite Satz begann zunächst auch mit einer soliden Eutritzscher Führung. Das Team VNG reagierte erneut prompt – mit einer Auszeit bei 10:6. Das schien diesmal aufzugehen. Das gegnerische Team pushte sich mit Unterstützung der heimischen Fans immer näher an einen Gleichstand heran. Die sich anschießende zwischenzeitliche Führung wurde gefeiert wie der Gesamtsieg: kurz vor Ende stand es 22:20 aus Sicht von VNG. Aber dank der taktischen Geheimwaffen „Doppelwechsel Zuspiel/Dia“ (Sebastian & Markus für Christian und Lukas) und der Kaltschnäuzigkeit an diesem heißen Abend (wohl das Ergebnis aus all der Erfahrung aus den Jahren in der A1?) gelang es uns trotzdem diesen Satz noch spät für uns zu entscheiden. 2:0 Eutritzsch.
Wir haben danach nicht zurückgewechselt und sind somit personell unverändert in Satz 3 gestartet. Dem Gegner war anzumerken, dass er da gerade die Chance auf einen Satz liegen gelassen hatte. Aus diesem moralischen Tief kam der VNG an diesem Abend nicht mehr heraus. Und so konnten wir dem Spiel schnell wieder unseren Rhythmus aufdrücken und holten uns auch den dritten und letzten Satz mit einem souveränen 25:12.
Das Spiel in der schnuckligen Halle des Teams VNG hat uns und auch dem Gegner – der sich trotz verständlicher kleiner Frustrationsmomente im 2. Satz stets freundlich und gut gelaunt zeigte – sichtlich Freude bereitet. Der Sieg war eine wahre Teamleistung, denn tatsächlich kamen alle unsere Männers zum Einsatz.
Nach dem Duschen in einer Umkleide, die gefühlt weniger Quadratmeter hatte als wir Spieler im Gepäck, haben wir uns noch für ein Bierchen auf dem gemütlichen Innenhof versammelt. Trotz Verpflichtungen am nächsten Tag sind die letzten von uns erst gegen 23 Uhr nach Hause aufgebrochen. Alles in allem also ein sehr wertvoller Tag für uns als Mannschaft!
