Eutritzsch fordert den Favoriten, Dogis Aufschlag sorgt für Spannung, Benny freut sich über eine Pokalbelastung weniger

Am Mittwochabend wartete mit den LVB Volleys I, dem Tabellenzweiten der B4, ein echter Härtetest auf uns. Als Tabellenzweiter der D11 wollten wir zeigen, dass wir auch gegen einen klassenhöheren Gegner mithalten können. Und das gelang uns durchaus.

Die ersten beiden Sätze gingen zwar mit 14:25 und 15:25 an die Gäste, spiegelten den Spielverlauf aber nur bedingt wider. Vor allem unser Block mit Richard und Benny stand über das gesamte Spiel hinweg sehr stabil und machte es den LVB-Angreifern immer wieder schwer, ihre Schläge sauber durchzubringen. Regelmäßig mussten die Gäste ihre Angriffe abbrechen oder auf leichte Lösungen ausweichen. Was uns allerdings den gesamten Abend begleitete, waren zu viele Eigenfehler, insbesondere im Aufschlag und in der Annahme.

Der dritte Satz sollte dann noch einmal alles bereithalten. Bis zum 7:7 war die Partie völlig ausgeglichen. Das Bittere daran: Zu diesem Zeitpunkt hatten wir bereits fünf Aufschlagfehler produziert. Sinnbildlicher hätte man diesen Abend kaum beschreiben können. Wir hielten spielerisch mit, machten uns das Leben aber immer wieder selbst schwer.

Trotzdem steckte die Mannschaft nie den Kopf in den Hallenboden. Im Gegenteil: Mit einer starken Phase zwangen wir den Gegner sogar noch dazu, beide Auszeiten zu nehmen – ein schöner Beleg dafür, dass wir den Favoriten ordentlich unter Druck setzen konnten.

Dies war zu großen Teilen auch Dogis Verdienst. Als er beim Stand von 19:24 an die Aufschlaglinie kam, servierte er, ohne mit der Wimper zu zucken, druckvoll und fehlerfrei. Punkt für Punkt kämpften wir uns zurück, plötzlich stand es 23:24 und die Halle war wieder da. Leider reichte die Aufholjagd am Ende nicht ganz. Sowohl die letzte Auszeit, als auch der letzte Punkt gingen an die Gäste und der Satz mit 23:25 verloren.

Auch wenn am Ende eine 0:3-Niederlage auf dem Spielberichtsbogen steht, bleibt dieser nur ein Blatt Papier und uns vor allem der dritte Satz in Erinnerung. Wir haben Moral bewiesen, den Favoriten ins Wanken gebracht und gezeigt, dass wir auch gegen eine Mannschaft aus der B4 mithalten können. Wenn es uns gelingt, die Zahl der Eigenfehler zu reduzieren, werden wir uns für solche Leistungen künftig auch mit Satz- und Spielgewinnen belohnen. Dann kann sich auch Benny nicht mehr über eine Pokalbelastung weniger freuen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert