Nach dem Auswärtssieg zum Saisonauftakt sollte nun auch gegen die junge und athletische Mannschaft des SV Althen/Taucha der erste Heimsieg her.
Für den SVE standen Dogi und Nine im Zuspiel, Tom-Henry und Kevin auf Außen, Tobias auf Diagonal, Richard, Fritz und Benny auf der Mitte sowie unsere beiden Liberos Ente und Daniel bereit.
Im ersten Satz starteten Kevin, Dogi, Tom-Henry, Tobias, Richard, Benny und Ente. Das Anfangsmomentum lag jedoch klar auf Seiten des SV Althen/Taucha. Beeindruckt und etwas verunsichert liefen wir früh einem Sieben-Punkte-Rückstand hinterher.
Erschwerend kam hinzu, dass Tobias’ großer Zeh dank seiner neuen Schuhe besonders gut zur Geltung kam und immer wieder auf der gegnerischen Spielfeldseite auftauchte. Dem Schiedsgericht, das an diesem Tag von den Gebrüdern Spieß mit höchster Professionalität gestellt wurde, blieb nichts anderes übrig, als die offensichtlichen Übertritte konsequent zu ahnden. Offenbar wollte Tobias unseren Gästen seine neuen Schuhe jedoch noch etwas häufiger präsentieren. Unabhängige sollten hier vielleicht einmal prüfen, ob es sich bereits um Schleichwerbung handelt.
Obwohl wir zwischenzeitlich auf 13:14 verkürzen konnten, verhinderten eigene Fehler, Ungenauigkeiten und Abstimmungsprobleme eine Wende. Folgerichtig ging der erste Satz mit 17:25 verdient an den SV Althen/Taucha.
Im zweiten Satz kamen die ersten frischen Kräfte aufs Feld. Daniel übernahm die Liberoposition und unser Trainingsdauerbrenner Fritz ersetzte Benny auf der Mitte. Damit feierte er sein verdientes Debüt für den SVE. Offensiv setzte er sofort Akzente und punktete mehrfach erfolgreich über die Mitte.
Der Satz begann jedoch ähnlich wie der erste. Wieder erspielte sich der SV Althen/Taucha früh einen Vorsprung von vier Punkten. Mit zunehmender Spieldauer fand sich unser Team jedoch immer besser. Bevor sich daraus allerdings ein Duell auf Augenhöhe entwickeln konnte, machten die Gäste den Sack zu und entschieden auch den zweiten Satz mit 25:22 für sich.
Mit dem Rücken zur Wand, aber in dem Wissen, dass unsere Gegner durchaus zu knacken waren, gingen wir motiviert in den dritten Satz. Erneut wurde fleißig gewechselt. Nine kam für Dogi ins Zuspiel, Ente übernahm wieder die Liberoposition und Benny ersetzte Fritz auf der Mitte. Auch die Gäste rotierten durch und gaben ihren Reservisten Spielzeit.
Nines hohe Zuspiele fanden dankbare Abnehmer und verschafften unseren Angreifern mehr Zeit und Sicherheit. So erspielten wir uns früh einen Vier-Punkte-Vorsprung. Gleichzeitig schlichen sich auf der Gegenseite zunehmend Ungenauigkeiten ein. Das Momentum hatte nun endgültig die Seiten gewechselt. Ohne größere Bedrängnis brachten wir den dritten Satz souverän mit 25:17 nach Hause.
Im vierten Satz blieb unsere Aufstellung nach dem Motto „Never change a running system“ bis auf den obligatorischen Liberowechsel unverändert. Die Gäste kehrten dagegen zu ihrer Stammbesetzung zurück.
Ganz zufrieden schien Tobias mit unserer Formation allerdings nicht zu sein. Beim Stand von 3:2 entschied er sich, Nine kurzerhand aus dem Spiel zu nehmen. Alternativ könnte man sagen, dass seine Love Language wohl „Physical Touch“ ist. Für Nine kam Dogi zurück ins Zuspiel.
Der hart erarbeitete mentale Rückenwind übertrug sich auch auf ihn. Seine Zuspiele wurden nun höher und präziser. Gleichzeitig versuchten die Gäste, wieder mehr Kontrolle und Sicherheit in ihr Spiel zu bringen. Statt harter Angriffsschläge setzten sie zunehmend auf Leger. Diese stellten unsere Defensive jedoch vor keine größeren Probleme.
Die Folge waren bessere Annahmen, bessere Zuspiele und konsequentere Angriffe. Am Ende stand ein deutlicher Satzgewinn mit 25:15 auf der Anzeigetafel.
Damit ging es erneut in den alles entscheidenden Tiebreak. In dieser Disziplin konnten wir in den vergangenen Jahren bereits reichlich Erfahrung sammeln. Während unseren Gegnern die Kräfte langsam auszugehen schienen, setzten wir unseren Aufwärtstrend fort.
Mit der positiven Energie aus den beiden vorangegangenen Sätzen machten wir schließlich den Deckel drauf und gewannen den Tiebreak souverän mit 15:9.
Damit reiht sich eine weitere schöne Comeback-Geschichte in die Vereinschronik des SVE ein. Wieder einmal gelang es uns, einen 0:2-Satzrückstand zu drehen.
Wie so oft bleibt am Ende allerdings die Frage, warum wir nicht von Beginn an so gespielt haben. Unser Präsi brachte es in seinem Schlusswort jedoch treffend auf den Punkt:
„Egal, 3:2 gewonnen. Das Ergebnis zählt! Für mich war es ein unterhaltsamer Abend. Das motiviert mich in meiner Genesung und gibt mir Hoffnung, bald wieder gemeinsam mit euch auf dem Feld zu stehen.“
