Zum Saisonstart in der D11 pilgerte die Eutritzscher Erste in die erleuchtete Halle des Netz Werkes. Mit der vollgeladenen Stahlkutsche ging es ganze 30 Minuten in das entfernte Knauthain im Leipziger Süden. Dank der Verschiebung der Spielansetzung vom 15. auf den 22.04. Anno 2026, auf Grund eines Doppelspieltages, konnten wir beruhigt ohne Zeitdruck in die Partie gehen.
Aber wo Licht ist, ist auch Schatten. Durch die Verschiebung hatten wir einen kleinen Engpass auf Außen zu kompensieren. Aber hierzu bei der Startaufstellung mehr.
Nach dem wir noch einige Sonnenstrahlen vor der modernen Halle genossen und uns den Weg hinein gebahnt haben, vielen sehr schnell die tiefen und massiven Querbalken auf. Da hieß es direkt in der Erwärmung schon testen und an die Hallenhöhe gewöhnen! Unsere Startaufstellung stellte sich wie folgt dar: Dogi auf der 1, Justin 2, auf der 3 startete Benni, auf 4 Tobi, Kevin auf der 5 und Richard nahm die 6 ein. Als Libero stand Daniel zur Verfügung. Weiterhin wurden wir vom Spielfeldrand aus von Uhri und Steffen Kurzke gecoacht, sowie von Fritz, Horst, Nine, Juli, Steffen Fliegel unterstützt.
Nach dem, leider durch Kevin verlorenen, Ausschnicken wechselten wir auf die Sonnenseite und konnten direkt ein außer planmäßiges Reflextraining absolvieren, da die Sonne perfekt in die Gesichter des Annahmeriegels schien. Das nenne ich mal einen Heimvorteil. Da waren der Rückstand und die erste Auszeit bei 7:4 nicht verwunderlich. Prompt wurde die erste Sonnenbrille gezückt, um der Lage wieder Herr zu werden. Wir blieben unter den erschwerten Bedingungen weiter dran, der Gegner spielte mehr und mehr mit Auge und gutplatzierten Legern um unseren Block herum. Wir konterten mit nunmehr Katzenarteigen Reflexen und einer sich verbessernden Blocksicherung. Leider nützte die alles nichts und wir gaben den ersten Satz mit 25:22 ab. Fazit, trotz Handicap gut drangeblieben. Also weiter wie bisher und den nächsten Satz holen!

Gesagt, getan. Mit der Sonne im Rücken, welche jedoch nach und nach ihre Wirkung verlor, spielten wir uns einen soliden 4 Punktvorsprung heraus, den wir zum Ende hin auf ein 17:25 ausbauten. Der Satz war gezeichnet von langen Ballwechseln, die wir durch eine Schippe mehr Sicherheit in der Annahme häufiger für uns entscheiden konnten. Da fruchtet scheinbar die Methodik des neuen Trainers Uhri, auch wenn es noch nicht für die kürzlich einstudierten Angriffsvariationen reicht. Diese werden hoffentlich nicht allzu lang auf sich warten lassen.
Schwung und Konstanz beibehalten und auf, auf in den nächsten Satz und diesmal ohne Sonne im Gesicht! Schnell konnten wir uns eine Führung herausspielen jedoch holten uns alte Gewohnheiten im letzten Drittel des Satzes ein. Trotz schneller Adaption des Annahmeriegels fehlte zum Teil Initiative und zum Teil das klare Rufen. So konnten die harten Aufschläge der Netz Werker unsere Schnittstellen ausreichend häufig, für einen 26:24 Satzverlust, nutzen.
Wenn die Eutritzscher Erste eine Sache gewohnt ist, dann sind es Fünfsatzspiele. Zudem scheint uns der Satzverlust auch wieder auf die Bahn gebracht zu haben. So zwangen wir unsere Kontrahenten bei einem Zwischenstand von 3:8 zur ersten und bei 11:16 zur zweiten Auszeit. Nach guten Aufschlagsserien und dem nötigen “Wachbleiben” bei der restlichen Gegenwehr, schlossen wir den Satz mit 14:25.
Sicher im Tiebreak angekommen, brachten wir unseren Gastgebern kurz die Verfahrensweise desselbigen näher. – Scheinbar ist unsere Paradedisziplin hier eher unbekannt – Nachdem das Ausschnicken erneut verloren (wenigstens nicht wieder beim ersten Versuch), aber diesmal der Aufschlag gewählt wurde, stellten wir uns auf der Siegerseite auf. Schnell erspielten wir uns den Wechsel bei 3:8 und fast ebenso schnell den ersten Saisonsieg mit 8:15.
Nach kurzer Diskussion zum Läufer 4 und 5 konnten neben klarer Blockpositionen die nächsten Aufgaben für unsere Trainingseinheiten identifiziert werden.
Eure 24


