Zur Erläuterung für alle, die gleich meiner unbedeutenden Persönlichkeit nicht wissen, was Mintonette bedeutet, so nannte W. J. Morgan das 1895 von ihm entwickelte Ballspiel, welches als Vorläufer des Volleyballs gilt.

Das Spiel gegen die Urväter dieser Bewegungssportart begann noch vor dem Anpfiff mittels eines elektronischen Tiefschlages. Unser P meldete Knie. Nicht, dass wir seine Angriffstärke gebraucht hätten, nein, demotivierend wirkte insbesondere, dass der glaubhaft versprochene Siegkasten bei ihm zu Hause blieb. Derartig mental schlecht auf das Spiel vorbereitet begannen die verbleibenden 5 Feldspieler, 1 Powerfrau, der Libero und Senior-Rückfallebene Horst mit demnach minimalistischem Spielerpotenzial in gewohnt unkonzentrierter Spielweise den ersten Satz. Zwar hatten die Mintonetten einen großen Marktplatz, den wir bald zu nutzen wussten, wir vergaßen jedoch immer wieder, dass es hinter uns auch 2 Außenecken gab. Der Gegner wusste zu zirkeln und holte den ersten Satz mit für uns blamablen 25:14 Punkten.

Unser Dauer-Läufer und -Chirurggast beobachtet das Spiel aufmerksam vom Spielfeldrand aus und versah uns zum Wechsel mit den notwendigen Instruktionen zur Gegnerüberwindung. Es half. Bereits der 2. Satz ging nach einigen schönen Spielzügen unter zunehmend eigener Fehlervermeidung mit 25:21 an die 1860er. Das motivierte mehr als uns der fehlende Siegkasten demotivieren konnte.

Im 3. Satz kamen wir so langsam in den Flow. Uhri kann zwar nicht mehr lang, wer fällt schon gern in diesem Alter, aber hoch geht noch immer. Dazu kamen herrliche Flugeinlagen von Daniel und Kevin, ordentliche Aufschlagserien von Olaf und Schläge aus der 2. Reihe unserer Powerfrau. So ging auch dieser Satz folgerichtig mit 25:13 an die Eutritzscher Erste.

Der Gegner wurde müde und unkonzentriert, vielleicht waren es aber auch unsere disonannten Motivationsgesänge – hier besteht Handlungsbedarf, jedenfalls gab es im 4. Satz kaum noch spielerische Handlungen der Volleyballurväter. Da konnten wir auch „Rücken“ bei Uhri kompensieren und Horsts Einwechslung wagen. Zwar ließen wir auf der Zielgeraden euphoriebedingt noch einige Punkte liegen, jedoch führten uns Horst ohne eine Ballberührung und Kevin mittels eines unnachahmlichen Netzrollers mit 25:17 zum finalen Sieg.

Dank an dieser Stelle auch an die souveräne Schiedsrichterleistung der Gastgebermannschaft, auch wenn es für uns gewöhnungsbedürftig war, die Pfeife zwar zu hören, jedoch nicht zu sehen. Hinweis an P: Auf Eutritzscher Seite ist das Vorhandensein von Knie kein Grund, einem Spiel fernzubleiben. Allenfalls ein fehlendes kann störend wirken.

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