Trotz Ausfälle auf Außen, Mitte und im Zuspiel traten wir mit Zuversicht gegen den ebenfalls ersatzgeschwächten PSV in der heimischen Halle an. Dankenswerterweise hatten sich Mitglieder unserer D gefunden, die sowohl das Schiedsrichten, Schreiben und Trommeln übernahmen.

Mit sieben Feldspielern, inklusive eines Liberos macht sich die Aufstellung ganz von allein. Natürlich kam uns zu Gute, dass wir am Vorabend im Pokal mit gleicher Aufstellung, sowohl durch das unübliche Gewinnen in weniger als fünf Sätzen, als auch durch die Halle, die maximal 7.5 Meter breit war und dem Feld auch in der Länge ca. 150 Zentimeter auf beiden Seiten nahm, eingespielt und kräftemäßig geschont antreten konnten. Mit Seppel (ja, ich werde dafür sorgen, dass sich das durchsetzt) auf Zuspiel, Freddy auf Diagonal, nicht-mehr-durch-eine-Wand-am-Anlaufen-gehindert-Kreim und meiner Wenigkeit auf Außen sowie Pille und Micha auf Mitte starten wir ruhig und abgeklärt ins Spiel. Julian verstärkte uns zusätzlich in der Annahme und Feldabwehr.

Leider hatte der PSV, genau wie wir, nicht die Möglichkeit, aus den Vollen zu schöpfen. Trotz der 10 Spieler plus Trainer hatten sie starke und aus der Vergangenheit bekannt gefürchtete Mannschaftsmitglieder verletzungsbedingt zu ersetzen.

Im ersten Satz legten wir einen Sahnestart hin – stabile Annahme, gute Blockarbeit und wenig Eigenfehler im Angriff führten zu einer PSV Auszeit bei 10:5. Der einzige Punkt, den wir uns vorwerfen lassen mussten, waren einige Aufschlagfehler, aber das ist für Eutritzsch, selbst in der heimischen Halle, nichts Ungewöhnliches. Wir ließen uns nicht verunsichern und spielten weiter auf, was zu einer zweiten Auszeit bei 22:13 und einem Satzsieg zu 14 führte. 1:0 Führung, wir spielen gegen einen gleichwertig und -klassigen Gegner. Was ist denn hier los?

Im zweiten Satz kam der PSV besser rein, spielte bis 8:8 sehr gut mit, bis eine Serviceserie uns auf vier Punkte vorbrachte und der PSV eine weitere Auszeit bei 13:9 nahm. Diese Differenz hielten wir, trotz erneuter Auszeit und fuhren den Zug mit 25:19 nach Hause. 2:0 Führung in eigener Halle. Jeder denkt es. Was wird jetzt wohl passieren?

Da es in 24 Stunden bereits der siebte Satz war, die Stimmen immer kratziger wurden gingen wir davon aus, dass wir mit Halbgas und mit ohne Stimmung schon irgendwie gewinnen – und wurden zum ca. achtundneunzigsten (in Zahlen 98) Mal eines Besseren belehrt wurden. Trotz Auszeiten und abschließender Serviceserie von Micha (17:22 auf 21:22) konnten wir nicht mehr die Wende schaffen und kassierten den verdienten Satzverlust zu 22. Selbst ein angeschlagener PSV ohne nominelle Mitte ist für uns ohne Topleistung eine Nummer zu groß.

Wem auch immer sei Dank fanden wir im vierten Satz zu unseren Qualitäten zurück, hätten wir das im Fünften versucht hätten auch die Körner gefehlt. Die Blockarbeit und die Feldabwehr fanden zur an diesem Tag bereits im ersten Satz mit Verwunderung zur Kenntnis genommenen Stärke zurück. Wir konnten mit letzter Kraft den Heimsieg auch mit der Unterstützung des PSV zu 14 eintüten und machten in der Tabelle einen wichtigen Schritt nicht von der Stelle.

Vielen Dank an den fairen Gegner, ihr seid ein sympathischer Haufen und bereichert die Liga.

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