Am Mittwochabend, hatten wir unseren letzten Heimauftritt in der Wittenberger Str. Ein Roter Stern sollte am Himmel stehen und uns hoffentlich zu dem dringend notwendigen Sieg verhelfen. Da ich schon seit vielen Wochen wegen dem einen oder anderen mi mi mi mi nicht am Training oder Spiel teilnehmen konnte, freute ich mich auf das letzte Spiel der Saison und war schon zeitig in der Halle, um mich darauf vorzubereiten. Die übrigen Teilnehmer erschienen auch pünktlich, locker, entspannt und gut gelaunt in der Halle.

Nach der üblichen Aufwärmprozedur eröffneten Dieter und Olaf S. den Spieleabend. Ruhig und souverän starteten wir den ersten Satz und gingen schnell in Führung. Unser Gegner hatte keine Zeit, sich nicht auf unser Spielsystem einzustellen. Die Stimmung war gut und Punkt für Punkt erarbeiteten wir uns den ersten Satz mit 25:15.

Im zweiten Satz sah das dann ganz plötzlich anders aus. Beim Roten Stern wurde in der Pause mächtig umgebaut. Alles was groß war, versammelte sich zum Block am Netz. Unsere Angreifer hatten es schwer eine Lücke zu finden. Unsere Zuspieler versuchten mit den verschiedensten Varianten den Block auseinander zu ziehen. Leider reichte das nicht aus. Durch verschlagene Aufgaben und einfache, eigene Fehler konnten wir nicht am Stern vorbeiziehen. Die Bilanz vom zweiten Satz: 22:25.

Der dritte Satz startete ähnlich wie der erste. Schließlich wollten wir gewinnen. Gute Stimmung, schnelle Bälle. „Es funzt wieder“ dachte ich mir so. Bis zu dem Moment als ich von meinem rechten Knie eine Rückmeldung bekam, dass da irgendetwas nicht stimmt. Ich meldete mich beim Schiri ab und schickte Uhri auf den Platz. Ich wusste, dass er die ganze Woche über seine Hausaufgaben vom Orthopäden erledigt hatte und bestens vorbereitet war. So ging der dritte Satz mit 25:18 wieder an die Eutritzscher.

Weil das so gut geklappt hat, begann der vierte Satz in gleicher Aufstellung. Wer etwas von Statistik versteht, kann erahnen was in diesem Satz passierte. Das übliche Debakel mit der Eutritzscher Leistungskurve. Es ist wie beim Wetter. Nach einem Hoch kommt meistens ein Tief. Nur noch schlimmer, es fehlte die Bewegung. Insider kennen die Bahnschranke von Knauthain und wissen wie man die Bewegung aufs Spielfeld übertragen kann. Es hätte gereicht, den Ball einfach über die Leine zu spielen. Die Jungs vom anderen Stern machten selbst viele Fehler und begannen zu schwächeln. Wäre, hätte Fahrradkette… Es klappte einfach nichts. Dann schwächelte auch noch unser zweiter Mittelangreifer. Horst musste rein, damit sich Ronny einen Moment ausruhen kann. So wie es die Wetterapp vorhergesagt hat: Mit gruseligen 16:25 verließen wir den Platz.

Aber dann im Tie-Break, der besagte Satz, den die Eutritzscher in den letzten 159 Jahren noch nie abgegeben haben, erwachte die Mannschaft wieder zu neuem Leben. Unterstützt von dem Fanblock, mit eisernem Siegeswillen kämpften alle Eutritzscher und die eine um den Sieg. So schafften wir es, dass der „Rote Stern“ vor dem blauen Schweif des letzten Hochs der Saison am Abendhimmel versank. 15:7 für Eutritzsch. Hurra

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